Helfen Sie uns beim Erhalt der Rebmauern im Rebberg Oberhofen

Die teilweise jahrhundertealten Rebmauern im Rebberg Oberhofen bedingen regelmässige Kontrolle und Pflege. Nach den Erfahrungen beim Einsturz einer Rebmauer im Juni 2013 hat die Rebbaugenossenschaft Oberhofen (RGO) einen Fonds für die Rebmauern eingerichtet. 

 

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Fondskonto Sanierung Rebmauern

IBAN: CH69 0870 4018 6965 3924 6

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Für Fragen und weitere Informationen stehen wir via info@oberhofner.ch gerne zur Verfügung.

 

Einsturz und Wiederaufbau einer Rebmauer 

Als Folge einer langen Schlechtwetterperiode mit starken Regenfällen ist "i de Müüre" am 1. Juni 2013 ein ca. 30m langes Stück der Rebmauer eingestürzt. Die Mauer hat ca. 350 unserer besten Rebstöcke (Pinot Gris, Diolinoir) unter sich begraben. Bis Mitte Juli 2013 hat die RGO den schweren Schutt bei der Einsturzstelle abgetra-gen um den Druck von den noch stehenden Mauerteilen und der unteren Mauer zu nehmen. Dann wurde die Einsturzstelle mit Planen gegen weitere Wassereintritte geschützt.

 

Gleichzeitig hat der Vorstand der RGO mit der Planung des Wiederaufbaus und der Finanzierung begonnen. Für die Instandsetzung der Mauer an schlecht zugänglicher und sehr steiler Hanglage wurden verschiedene Varianten geprüft. Es stellte sich heraus, dass die grösste Herausforderung für den Wiederaufbau die schlechte Zugäng-lichkeit der eingestürzten Mauer ist. Zudem beschäftigte uns die Frage nach der Art der Mauer. Der Rebberg besteht schon heute aus neueren Beton- und den, meist noch originalen, alten Natursteinmauern – der eingestürzte Mauerteil bestand aus Natursteinen. Es galt Vor- und Nachteile der Varianten Beton- versus Natursteinmauer sowie die Kosten abzuwägen. In der Frühjahrs-Hauptversammlung 2014 hat die Rebbaugenossenschaft Oberhofen entschieden, die Mauer als Trockenmauer aus Natursteinen wieder aufzubauen. Damit kann das charakteristische Bild des Rebberges und die Vielfalt der Lebensräume erhalten werden.

 

Am 2. September 2014, nach über einjähriger Planung, hat der Wiederaufbau begonnen. Im steilen Hang wurde per Helikopter ein Schwerlastgerüst erstellt. Das Baumaterial, vor allem die schweren Steine, wird über eine Baupiste zugeführt. Beim Bau der Trockenmauer wurde jeweils der passende Stein ausgesucht und in die gewünschte Form behauen. Dann wurden die Steine passgenau platziert. Die Bauarbeiten wurden Ende Oktober 2014 planmässig beendet.  

 

Die Reparatur des Mauerstückes hat knapp 290'000 Franken gekostet - eine solche Summe übersteigt die finanziellen Mittel der Rebbaugenossenschaft bei weitem und konnte nicht aus dem laufenden Betrieb finanziert werden. Ein ganz herzlicher Dank an unsere Genossenschafter und zahlreiche Organisationen, die uns mit Spendengeldern unterstützt haben!


 

Fakten zur neuen Rebmauer:

- Eine 2m breite Baupiste durch den Rebberg diente der Erschliessung der Baustelle mit schwerem Gerät

- Mauersteine, Hinterfüllsteine und Bindersteine aus den Steinbrüchen Ringgenberg, Balmholz und der Grube Leuzigen

- Die Fundamentsteine wiegen 1-2,5 Tonnen pro Stein

- Das untere Drittel der Mauer ist komplett durchgemauert, darüber ist ein zweischaliges Mauerwerk

- Dimensionen: knapp 2m Mauerstärke im Fundamentbereich, 60cm stark im Kronenbereich

- Verwendete Baumaschinen: 13t 4x4 Schreitbagger, 3,8t Raupenbagger, 3,8t Bagger mit Greifzange, Raupendumper.


Bildergalerien zu den Bauarbeiten zum Wiederaufbau der Rebmauer im September / Oktober 2014.

Bildergalerie Einsturz und Schutträumung


Bis Mitte Juli 2013 wurde der schwere Schutt bei der Einsturzstelle abgetragen. Dies war wichtig, damit der Druck von den noch stehenden Mauerteilen und der unteren Mauer genommen werden konnte. Danach wurde die Einsturzstelle mit Planen gegen weitere Wassereintritte geschützt und hat so den Winter 2013/2014 gut überstanden.

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Rebbaugenossenschaft Oberhofen

Heidenhaus, Alter Oberländerweg 1

3653 Oberhofen